Das Forscherteam um Frau Prof. Dr. Klärle und Dipl. Ing. Dorothea Ludwig der Hochschule Osnabrück, Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur, entwickelte im Forschungsprojekt "Sun Area" eine bislang einzigartige Methodik, das Solarenergiepotenzial jeder Dachfläche automatisiert berechnen zu können. Grundlage der Berechnung sind hochauflösende Laserscannerdaten aus einer Befliegung des gesamten Stadtgebietes, die von der Stadt Osnabrück bereitgestellt wurden.
Nach der Berechnung sind etwa 26.000 Dächer in Osnabrück, mit einer Gesamtfläche von ca. 2 Millionen Quadratmetern, sehr gut oder gut für die Nutzung der Solarenergie mit aktiven Anlagen geeignet. Bei Belegung aller gut und sehr gut geeigneten Dächer mit Solarzellen könnte, bei einem Investitionsvolumen von 750 bis 900 Millionen Euro, der gesamte private Stromverbrauch, in Höhe von rund 230.000 Megawattstunden (MWh) pro Jahr oder 30% des gesamten Stromverbrauchs Osnabrücks, solar erzeugt werden. Die CO2-Einsparung bei Ausnutzung aller gut und sehr gut geeigneten Dächer beliefe sich auf ca. 147 000 Tonnen im Stadtgebiet, (CO2-Vermeidungsfaktor 591 g/kWh, Umweltbundesamt 2009). Die Entwicklung der CO2 Reduzierung pro Jahr durch Photovoltaikanlagen sowie die Entwicklung der Photovoltaik in Osnabrück von 1992 bis 2010 kann hier eingesehen werden.
Auf der folgenden Karte ist das Solarenergiepotenzial jedes Daches auf der Basis der Ergebnisse des Forschungsprojektes "Sun Area" der Fachhochschule Osnabrück dargestellt.
Linktipp:
www.osnabrueck.de/sun-area (Solardachflächenkataster)www.sunareas.de
www.sun-area.net





